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Im Auftrag der Regierung von Schwaben hat LARS consult gemeinsam mit dem Büro Anders & Raum, Sachverständigenbüro für Grundwasser in Velden / Vils, eine Machbarkeitsstudie für die Wiedervernässung des Niedermoores „Schorner Röste“ erstellt. Das Projekt ist Teil des Klimaschutzprogrammes 2050 des Freistaats Bayern, mit dem Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel ergriffen werden sollen. Die „Schorner Röste“ liegt nordöstlich von Pöttmes in den Landkreisen Aichach-Friedberg und Neuburg-Schrobenhausen und bildet den südwestlichen Ausläufer des bayerischen Donaumooses. Mit 25.000 ha ist das bayerische Donaumoos eines der größten Niedermoores Süddeutschlands.
Während das Büro Anders & Raum die hydrologischen Fragestellungen bearbeitet hat, erstellte LARS consult die Fachbeiträge Flächennutzung, Vegetationsstruktur, Naturschutz sowie nachhaltige Nutzungsformen und führte die Untersuchungen zur Torfbeschaffenheit und –mächtigkeit durch. Gemeinsam mit Anders & Raum wurden die Machbarkeit von Wiedervernässungsmaßnahmen sowie mögliche Konfliktpotentiale eruiert.

 

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Abb. links: Torfsondierung mittels Rammkernbohrung, Abb. rechts: Kleinseggentorf

 

Die maximale festgestellte Torfmächtigkeit reicht bis in 6,60 m Tiefe, wobei der überwiegende Teil der vorgefundenen Torfe stark bis sehr stark zersetzt ist. Es handelt sich um Mischtorfe aus Klein- und Großseggen, Schilf sowie Holzresten. Zum Teil sind ausgedehnte Detritusmudden vorhanden, die auf zeitweise vorhandene Oberflächengewässer hinweisen. Aufgrund der zwar stark degradierten, aber sehr mächtigen Torflagerstätten sind Wiedervernässungsmaßnahmen zu empfehlen. Die Vernässungsmaßnahmen können so gestaltet werden, dass keine Auswirkungen auf die benachbarten Siedlungsbereiche zu erwarten sind. Naturschutzfachliche Zielkonflikte sind dabei nicht zu erwarten.