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Im 6. Realisierungswettbewerb des durch Ehret+Klein Real Estate Competence GmbH ausgelobten und von LARS consult betreuten Wettbewerbs auf dem Gelände der ehemaligen Pflugfabrik in Landsberg an Lech ging es um die Entwicklung des Baufelds B1, das den östlichen Eingang des neuen Quartiers am Ende des neuen Lechsteges zur Altstadt definiert und Auftakt und Impulsgeber zur Belebung des Quartiers und des Lechbogens sein soll. Gewünscht war eine besonders überzeugende räumliche, gestalterische und funktionale Ausformung des Baukörpers in dieser städtebaulich prominenten Lage. Das Gebäude, das Wohnen mit kulturellen Nutzungen vereint, soll hohe architektonische Qualität aufweisen und durch besonders prägende, gestalterische und eigenständige Merkmale zur Erinnerungskultur an die Industriegeschichte beitragen.

 

Im Einladungswettbewerb nahmen fünf Architekturbüros teil: ATP Architeken Ingenieure (München), Auer Weber Architekten (München), Hild und K Architekten (München), Staab Architekten (Berlin) und Studio Libeskind (New York). Am besten gelöst wurde die Aufgabe nach Meinung des Preisgerichts durch Staab Architekten (Berlin).

 

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Abb.: 1. Preis im Realisierungswettbewerb " Kulturelle Nutzung und Wohnbebauung Baufeld B1" - Staab Architekten GmbH, Berlin

 

In der Beurteilung der Jury heißt es (Auszug): "Diese Arbeit sucht einen lokal verankerten Ansatz und findet diesen in der kleinteiligen Altstadtstruktur und den industriellen Sheddächern. Aus beidem entsteht eine hybride Dachlandschaft, die sich eigenständig behauptet und dem Wunsch der Stadt nachkommt, eine Reminiszenz an den Industriestandort zu liefern. [...] Die strukturierte Großform verknüpft geschickt Kultur, Kreativarbeit und Wohnen, sowohl in funktioneller wie auch in atmosphärischer Hinsicht repräsentiert sie den gewünschten Kreativ-Hub. [...] Die angebotenen Typologien sind sehr durchdacht, sie bieten viele Koppelungsmöglichkeiten auf Grund der Erschließung und der Bündelung von Funktionseinheiten. Somit entsteht eine nutzungsflexible Grundstruktur. [...] Der Sockel ist der Kultur gewidmet – dort sind Cafeteria, Foyer, Veranstaltungssaal und Seminarräume folgerichtig angeordnet und garantieren durch die Verknüpfbarkeit der Räume Flexibilität und vielfältige Bespielung durch die verschiedenen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Nach außen hin präsentiert sich der Baukörper als schlichter, homogener Baustein, die Anleihen an anonyme Industriearchitektur durch die gezahnte Traufkante, die großformatigen Atelierfenster und den Fensterbändern im Sockel stellen die gewünschte Verbindung zum Ort her, der Dialog mit dem Karl-Schrem-Bau ist förmlich hörbar. Insgesamt besticht der vorliegende Entwurf [...] durch seine klare, maßstäbliche Geste, die Überlagerung atmosphärisch vertrauter Bilder und die gekonnte Verknüpfung der Funktionen. Die Jury sieht darin eine symbolische Übersetzung der lokalen Kreativszene und das Potenzial für einen florierenden Ort der Begegnung."


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