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Die Haselmaus (Muscardinus avellanarius) gehört zu den Bilchen und ist damit ein naher Verwandter des bekannten Siebenschläfers. Als Art des FFH-Anhangs IV zählt sie zu den streng geschützten Arten in Deutschland und ist bei der Planung jeglicher Vorhaben besonders zu berücksichtigen. So auch im Zuge des geplanten Autobahnausbaus der A8 im Bereich Ulm-Elchingen.

Die Untersuchung potentieller Haselmausvorkommen im relevanten Bereich der Planung erfolgte mittels zwei verschiedener Methoden. Zum einen wurden sogenannte Nestingtubes in potentiellen Lebensräumen ausgebracht zum anderen wurde im Herbst nach Haselnüssen mit den arttypischen Fraßspuren gesucht. Mit den Nestingtubes wird das häufig dürftige Angebot an natürlichen Nestplätzen erhöht, welche von der Haselmaus in der Regel gut angenommen werden. Wird eine der Röhren angenommen, findet man im Herbst ein kleines kugelförmiges Nest aus Gras und Moos in ihr.

Im Zuge der straßennahen Untersuchungen konnten keine Haselmäuse nachgewiesen werden. Was sich vermutlich durch die nur monoton vorkommenden Nahrungsangebote entlang der Autobahn begründen lässt. Die Art benötigt ein möglichst breites Nahrungsangebot von Beeren, Nüssen, Samen und anderen Früchten um im gesamten Jahr ausreichend Nahrung finden zu können.