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An der „Kleinen Donau“ zwischen Vohburg und Pförring bei Ingolstadt müssen zur Wegsicherung ca. 50 alte und morsche Pappeln gefällt werden. Aufgrund ihrer Nähe zu einem sehr stark genutztem Rad- und Wanderweg stellen sie eine erhöhte Gefahr dar. Gemäß § 39 des BNatSchG dürfen Gehölze jedoch nur im Zeitraum vom 1. Oktober bis 28. Februar gefällt werden, da in diesen Monaten keine Vögel brüten. Allerdings können einige Fledermausarten verschiedene Hohlräume und Anrisse als Winterquartier besetzen. Würde ein besetzter Baum gefällt werden, erfüllte dies den Tatbestand der Tötung/Verletzung nach § 44 BNatSchG, weshalb die zu fällenden Bäume im Vorfeld zu untersuchen sind. Wird in einer untersuchten Struktur ein Winterquartier festgestellt, darf der Baum vor Ausflug der Fledermäuse nicht gefällt werden. Um weiteren Einflug von Fledermäusen zu verhindern, müssen die Eingänge zudem mit einem Tuch verhängt werden.

LARS consult wurde beauftragt, die betroffenen Bäume auf Vorkommen von Fledermaus-Winterquartieren zu untersuchen. Zu Beginn wurde eine umgehende Untersuchung auf vorhandene Spechtlöcher, Anrisse, Hohlräume und sonstige Überwinterungsmöglichkeiten durchgeführt. Im Anschluss wurden Bäume mit auffälligen Strukturen durch einen ausgebildeten Baumkletterer beklettert und mittels Endoskopkamera auch im Inneren genauer untersucht.