Ausbau Hauptstraße und Ochsenhauser Straße, Erlenmoos

Ausbau Hauptstraße und Ochsenhauser Straße, Erlenmoos

Auftraggeber: Gemeinde Erlenmoos
Fördergeber: Regierungspräsidium Tübingen (LGVFG)
Straßenbaulastträger: Landkreis Biberach (Hauptstraße) und Gemeinde Erlenmoss (Ochsenhausener Straße)
Baukosten: ca 3,7 Mio € (brutto) 
Bearbeitungs-/Realisierungszeitraum: 2022 - 2026
Leistungsumfang: Verkehrsanlagen Lph 1-9, Ingenieurbauwerke Lph 1-9 (Mischwasserkanal, Wasserleitung), örtliche Bauüberwachung


Für die Gemeinde Erlenmoos haben wir die zentrale Ortsdurchfahrt – Hauptstraße und Ochsenhauser Straße – umfassend modernisiert und dabei Planung und Umsetzung aus einer Hand verantwortet. Im Mittelpunkt standen Verkehrssicherheit, Barrierefreiheit und Zukunftsfähigkeit sowie eine klare, optisch ansprechende Linienführung. So entstanden leistungsfähige Verkehrsflächen, die sich harmonisch in das Ortsbild einfügen und an ausgewählten Punkten bewusst gestalterische Akzente setzen.

Auftraggeber ist die Gemeinde Erlenmoos, Fördergeber das Regierungspräsidium Tübingen im Rahmen des LGVFG. Die Straßenbaulast tragen der Landkreis Biberach für die Hauptstraße und die Gemeinde Erlenmoos für die Ochsenhauser Straße. Der Planungszeitraum erstreckt sich von 2022 bis 2024, die Bauausführung von 2024 bis 2026. Mit Baukosten von rund 3,7 Mio. € umfasst unser Auftrag alle Leistungsphasen der HOAI inklusive der örtlichen Bauüberwachung.

Ausgangspunkt war eine präzise Bestandsanalyse: Ein hydraulisch überlasteter Mischwasserkanal, eine sanierungsbedürftige Wasserleitung, ein rissiger und welliger Straßenoberbau, ein unvollständiges und zu schmales Gehwegenetz sowie nicht barrierefreie Bushaltestellen machten deutlich, dass gehandelt werden muss. Ziel war es, Erreichbarkeit, Sicherheit, Aufenthaltsqualität und das Ortsbild spürbar zu verbessern – heute und langfristig.

Der technische Umfang ist entsprechend umfassend: Wir erneuerten 970 Meter Mischwasserkanal DN 300–700 in Stahlbeton und rund 900 Meter Wasserleitung DN 100–150 in duktilen Gussrohren (GGG). Parallel dazu realisieren wir etwa 950 Meter Straßenbau inklusive Gehwegen und Knotenpunkten. Dabei legen wir besonderen Wert auf ein sicheres, durchgängiges und barrierefreies Gehwegenetz gemäß DIN 18040 und RASt 06, eine klare und sichere Führung des Radverkehrs sowie eine leistungsfähige Abwicklung des motorisierten Individualverkehrs in der Hauptstraße – künftig Zubringer zur verlegten B 311. In der Ochsenhauser Straße setzen wir auf Verkehrsberuhigung und eine spürbare Reduzierung des Fahrverkehrs. Das Kanalnetz wird zukunftsfähig dimensioniert, die Wasserleitung erneuert und ein gemeindliches Breitbandnetz über ein Leerrohrsystem vorbereitet. Das gestalterische Leitbild folgt einer ruhigen, „lesbaren“ Linienführung mit präzisen Übergängen zwischen Fahrbahn, Gehwegen und Randbereichen.

 

 

Das Vorgehen ist integriert und vorausschauend angelegt. Zu Beginn standen eine hydraulische Kanalnetzberechnung, TV-Inspektionen und Schadensbewertungen, gefolgt von Vermessung sowie Baugrund- und Schadstofferkundung. Ideenwerkstätten mit Bürgerbeteiligung und eine frühzeitige Abstimmung mit den Behörden legten das Fundament für tragfähige Lösungen. Die Vor- und Entwurfsplanung der Verkehrsanlagen erfolgte unter Beachtung von RASt 06, RStO 12/24 und DIN 18040. Kanal- und Wasserleitung wurden zeitgleich geplant, der Förderantrag nach LGVFG gestellt und anschließend Ausschreibung und Vergabe durchgeführt. In der Umsetzung koordinieren wir Straßenbau, Kanal- und Wasserleitungsbau sowie die Verlegung der Breitband-Leerrohre aus einem Guss.

 

 

Gestalterisch prägt eine harmonische Straßenraumführung mit konsistenten Breiten und Kurvenradien das Erscheinungsbild und sorgt für klare Orientierung. Die Gehbereiche werden durch einheitliche Materialien, saubere Fugenbilder und detailgenaue Anschlüsse aufgewertet – optisch ruhig und im Betrieb robust. Barrierefreie Bushaltestellen mit taktilen Elementen, kontrastreicher Gestaltung und kurzen, übersichtlichen Querungsbeziehungen erhöhen die Sicherheit und den Komfort. An markanten Adressen setzen wir gezielt Akzente mit hochwertigem Pflaster, schmalkronigen Straßenbäumen und wasserdurchlässigen Randstreifen, die eine dezente Grünprägung erzeugen. Eine zurückhaltende Möblierung und klare Kanten wirken als „Leitplanken“ der Gestaltung: funktional, wartungsarm und ortsbildverträglich. 

 

 

Besondere Herausforderungen liegen in Kanaltiefen von bis zu 4,50 Metern und in der durchgängigen Sicherstellung des Anwohnerverkehrs während der Bauzeit. Zudem erfolgt die enge Abstimmung mit der parallelen Rathaussanierung, um Sperrungen zu minimieren und Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Das Ergebnis ist ein zukunftsorientierter Ausbaustandard für Erlenmoos: barrierefreie Wege, eine sichere Führung aller Verkehrsarten und eine leistungsfähige Infrastruktur im Untergrund – kombiniert mit einer klaren, ansprechenden Linienführung und gezielten gestalterischen Akzenten. Der neue Straßenraum überzeugt technisch, erleichtert den Alltag und stärkt die Identität des Ortes.

 

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